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Gender Mainstreaming (GM)

Mit den seit Januar 2001 geltenden Kinder- und Jugendplan-Richtlinien (KJP) ist GM als Leitprinzip verpflichtend vorgegeben.

Gender Mainstreaming (GM) Gender Mainstreaming
bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebens-situationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechts-neutrale Wirklichkeit gibt. kommt aus dem Englischen und bezeichnet die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägten Geschlechtsrollen von Frauen und Männern. Diese sind - anders als das biologische Geschlecht - erlernt und damit auch veränderbar.
(englisch für "Hauptstrom") bedeutet, dass eine bestimmte inhaltliche Vorgabe, die bisher nicht das Handel bestimmt hat, nun zum zentralen Bestandteil bei allen Ent-scheidungen und Prozessen gemacht wird.


GM ist eine kinder- und jugendpolitische Strategie, die die Anliegen und Erfahrungen von Frauen und Mädchen ebenso wie die von Männern und Jungen in die Planung, Durchführung, Überwachung und Auswertung der Maßnahmen selbstverständlich einbezieht. Ausgehend davon soll sie tradierte patriarchale Wahrnehmungsmuster, Werthaltungen und Vorgehensweisen und in der Folge vorherrschende Geschlechterrollen verändern helfen.
Dies bedeutet, die Entwicklung, Organisation und Evaluierung von Entscheidungsprozessen und Maßnahmen so zu betreiben, dass in jedem Bereich und auf allen Ebenen die Ausgangsbedingungen und Auswirkungen auf die Geschlechter berücksichtigt werden, um auf das Ziel einer tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen hinwirken zu können.

Alle Träger die durch den Kinder- und Jugendplan (KJP) gefördert werden, müssen im Rahmen der vorgeschriebenen Sachberichte zur Umsetzung von Gender Mainstreaming Stellung nehmen.
   

Bezogen auf die durchgeführten Maßnahmen sollen Aussagen enthalten sein:
  • zu der Teilhabe von Mädchen und Jungen
  • zu Formen der Benachteiligung
  • zu Maßnahmen, die getroffen worden sind, um Jungen und Mädchen den gleichen Zugang zu ermöglichen
  • was vom Träger unternommen wurde, um die Maßnahme geschlechtsspezifisch durchzuführen und mit welchem Erfolg
  • zur ausgewogenen Beteiligung der Geschlechter in der Teamleitung
  • wie sich die Mittel der durchgeführten Maßnahme auf die Angebote für Mädchen und Jungen verteilen

Ausführliche Infos zu Gender auf den Seiten der Bundesregierung unter: www.gender-mainstreaming.net