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Die Jugendleiter/innencard
Sie wird von keinem Geldautomaten akzeptiert, die Krankenkasse hat sie nicht ausgestellt und auch zum Autofahren berechtigt sie nicht. Dennoch ist diese bunte Plastikkarte bundesweit in über 100.000 Portmonees zu finden: die Jugendleiter/in-Card, kurz „Juleica“ genannt.
Die Juleica bürgt für Qualität: Jede/r Juleica-Inhaber/in hat eine Ausbildung nach festgeschriebenen Standards absolviert: mindestens 40 Stunden haben sich alle mit Gruppenpädagogik, Aufsichtspflicht, Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen, Methoden und vielen anderen Themenbereichen beschäftigt. Die Eltern können also ganz beruhigt ihr Kind an den verschiedenen Angeboten der Jugendarbeit teilnehmen lassen, wenn die Betreuer/innen die Juleica besitzen.
Jugendleiter/innen engagieren sich ehrenamtlich: Für ihre Tätigkeit erhalten sie i.d.R. keinen Cent. Als kleines Dankeschön für ihr Engagement sind daher mit der Juleica auch einige Vergünstigungen und anderen Formen der Anerkennung verbunden. Welche es vor Ort gibt, ist regional sehr unterschiedlich. Die Palette der Vergünstigungen reicht vom kostenlosen Eintritt ins Schwimmbad bis hin zu Ermäßigungen beim Kino-Besuch.
Die Juleica legitimiert die Inhaber/innen auch gegenüber öffentlichen Stellen, wie z.B. Informations- und Beratungsstellen, Jugendeinrichtungen, Polizei und Konsulaten.
Wenn es also während der Sommerfreizeit zu einem Notfall kommt, ist es gut, die Juleica dabei zu haben. Denn sie zeigt die Qualifikation der/des Jugendleiterin/s und bindet die Gruppe so in einen organisatorischen Zusammenhang ein.
Die Jugendleiter/in-Card erhalten Mitarbeiter/innen in der Jugendarbeit, die ehrenamtlich tätig sind (im Sinne des § 73 Kinder- und Jugendhilfegesetz). Sie müssen mindestens 16 Jahre alt und für ihre ehrenamtliche Arbeit nach festgelegten Standards qualifiziert sein.
Jugendleiter/innen engagieren sich:
- Woche für Woche in der Jugendgruppe
- Bei der Organisation von Konzerten und Festivals
- als Teamer/innen von Seminaren
- in Jugendzentren und kommunalen Initiativen
- als Betreuerinnen und Betreuer von Ferienfreizeiten.
Sie geben den Interessen von Kindern und Jugendlichen eine Stimme und setzen sich für die Belange der jungen Generation ein.
Damit verfügen Sie über eine Qualifikation, die in vielen anderen Bereichen des Ehrenamts ihres gleichen sucht. Die erlernten „Soft-skills” sind nicht nur in der Jugendarbeit von Belang. Auch Arbeitgeber legen großen Wert auf diese Zusatzqualifikation.
Mehr Infos unter www.juleica.net oder bei Euren Landesverbänden!
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