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DBJ-Jugendcamp 2017!

26.-30.07.2017 im Naturfreundehaus am Laacher See in Mendig / Rheinland-Pfalz

Bilder und Videos vom Camp

Homepage:

dbj-jugendcamp.de


Deutsch-Französisches Jugendwerk


Das Deutsch-Französische Jugendwerk wurde aufgrund einer gemeinsamen politischen Initiative der Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik der in Anwendung des Vertrags von 22 Januar 1963 durch das Abkommen vom 5. Juli 1963. Es besitzt die Rechtspersönlichkeit einer inter-nationalen Organisation und ist in seiner Geschäftsführung und Verwaltung autonom.

Dieses Abkommen wurde in Durchführung des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit vom 22. Januar 1963 (Elysée-Vertrag) unterzeichnet und durch die Abkommen vom 22. Juni 1975, vom 25. November 1983 und vom 26. April 2005 geändert.
Das DFJW verfügt über einen Gemeinschaftsfonds, der jährlich von beiden Regierungen zu gleichen Teilen gespeist wird. Darüber hinaus verfügt das Jugendwerk über die sonstigen im Abkommen vorgesehenen Mittel.

1. Grundsätze
Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) hat die Aufgabe, die Beziehungen zwischen Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und für Jugendarbeit Verantwortlichen in beiden Ländern zu vertiefen.
Das DFJW trägt dazu bei, die Grundlagen für die deutschfranzösischen Beziehungen von morgen zu schaffen und die junge Generation auf eine Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich innerhalb eines erweiterten Europas vorzubereiten und auszubilden. Damit steht das DFJW im Dienst der deutschen und französischen Jugend.

1.1. Mehrwert des deutsch-französischen Jugendaustausches
Internationaler Jugendaustausch übt eine nachhaltige Wirkung auf die Persönlichkeitsentwicklung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus: Sie gewinnen mehr Selbstvertrauen, mehr Offenheit und stärkere soziale und sprachliche Kompetenzen.
Im Geist seiner Gründungsväter will das DFJW dazu beitragen, dass die Spezifik und Qualität der deutsch-französischen Beziehungen erhalten bleibt – enge Beziehungen auf politischer Ebene und intensive Kontakte auf zivilgesellschaftlicher Ebene, Förderung der Sprachenvielfalt.

1.2. Begegnung
Ein Projekt soll vom Konzept her so gestaltet sein, dass es zur Begegnung zwischen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen beider Länder kommt. Dabei soll der Gedanke des interkulturellen Austausches im Vordergrund stehen. Aus dem Projekt, das mit dem Förderungsantrag vorgelegt wird, soll die pädagogische
Verwirklichung der Ziele der Begegnung erkennbar sein. Daneben kommt der Sensibilisierung für die Partner-sprache ein besonderer Stellenwert zu.

1.3. Deutschland und Frankreich in Europa
Das DFJW ermöglicht es jungen Menschen aus Deutschland und Frankreich, Schlüsselkompetenzen für Europa zu erwerben und einen Beitrag zum europäischen Integrationsprozess zu leisten. Es steht somit im Dienste Europas und versteht sich als deutsch-französisches und europäisches Versuchslabor. Das gilt für die deutschfranzösischen
Begegnungen genauso wie für den trilateralen Austausch.

1.4. Trilaterale Begegnungen
Anliegen des DFJW ist es, andere Länder an den Erfahrungen der deutsch-französischen Beziehungen teilhaben zu lassen. Die trilateralen Begegnungen, die das DFJW fördert bzw. selbst durchführt, stehen allen Ländern der Welt offen. Regionale Schwerpunkte der Arbeit des DFJW betreffen die mittel- und osteuropäischen Staaten, die südosteuropäischen Staaten und die Mittelmeeranrainerstaaten.

1.5. Für die Jugend, mit der Jugend
Um den Erwartungen junger Menschen gerecht zu werden, unterhalten das DFJW und seine zahlreichen Partner in Deutschland und Frankreich einen kontinuierlichen Dialog. Dafür unterzieht das DFJW die Instrumente, Formate und Zielgruppen des Austausches, den es unterstützt oder selbst durchführt, regelmäßig einer kritischen Überprüfung.

Die Mitwirkung von jungen Menschen ist hierbei unerlässlich. Deshalb sind sie als Akteure an den Begegnungen und Austauschprojekten sowie an deren Vor- und Nachbereitung zu beteiligen.

1.6. Zusammenwirken von formaler und non-formaler Bildung
Das DFJW legt besonderen Wert auf die gleichberechtigte Berücksichtigung der formalen wie der non-formalen Bildung; beide ergänzen sich gegenseitig und tragen dazu bei, das Nachbarland, seine Sprache und seine Kultur umfassend kennenzulernen.

1.7. Subsidiarität
Das DFJW wendet sich an alle jungen Menschen in Deutschland und Frankreich von 3 bis 30 Jahren, von Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf bis hin zur Elite. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, arbeitet das DFJW auf der Grundlage des Subsidiaritätsprinzips vertrauensvoll mit einer Vielzahl von Partnern zusammen – wie etwa Jugendverbänden, Einrichtungen, Organisationen und Vereinen im Bereich der Jugend- und Erwachsenen-bildung, der Kultur, des Sports, der Wissenschaft, der Medien und der Schul- und Hochschul- und Berufsbildung sowie Partnerschaftskomitees.
Das DFJW steht außerdem seinen Partnern bei der Entwicklung der deutsch-französischen Dimension ihrer Projekte beratend zur Seite.

1.8. Erfahrungen von Begegnungen und Austauschprojekten weitergeben
Das DFJW legt besonderes Augenmerk darauf, dass die bei Begegnungen und Austauschprojekten gewonnenen Erfahrungen anerkannt und weitergegeben werden. Die Träger beziehen diesen Aspekt bei der Planung der Projekte mit ein.

2. Rahmenbedingungen von Austauschprojekten

2.1. Eigenveranstaltungen
Das DFJW kann selbst Projekte der Begegnung und des Austausches durchführen.

2.2. Forschung und Evaluation
Das DFJW misst der quantitativen und qualitativen Evaluierung seiner Projekte großen Stellenwert bei. Gemeinsam mit den Trägern und Partnern erarbeitete „Erfolgsindikatoren“ können hierfür genutzt werden. Für die Evaluierung der Projekte durch die Partner selbst kann das DFJW besondere Hilfe anbieten. Das DFJW fördert auch Forschungs-vorhaben, an denen Vertreter der verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen in Deutschland und Frankreich zusammenarbeiten. Besonderes Augenmerk gilt hier den Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich, dem interkulturellen Lernen, neuen inhaltlichen Schwerpunkten des DFJW und dem bilateralen und trilateralen Jugendaustausch. Das DFJW legt Wert darauf, dieErgebnisse der Forschung einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

2.3. Inhaltliche Leitlinien: Orientierungsbericht und Aktionsplan
Das Generalsekretariat legt dem Beirat – wie im Abkommen vom 22. Januar 1963 und seinen Neufassungen vom 22. Juni 1975, vom 25. November 1983 und vom 26. April 2005 festgeschrieben – den Entwurf eines Orientier-ungsberichtes vor, der jedes Jahr um den Aktionsplan für das darauffolgende Jahr ergänzt wird. Nach Annahme des Orientierungsberichts und des Aktionsplans durch den Beirat, der das DFJW inhaltlich berät, werden der Orientierungsbericht und der Aktionsplan zusammen mit dem Haushaltsentwurf, der auf dieser Grundlage entsteht, für das darauffolgende Jahr dem Verwaltungsrat zur Verabschiedung vorgelegt.
Das DFJW teilt seinen Partnern die in Orientierungsbericht und Aktionsplan enthaltenen Schwerpunkte mit, um sie bei der Auswahl der Projekte, die sie dem DFJW vorlegen, zu unterstützen.
  

Bei allen Veröffentlichungen über geförderte Maßnahmen ist in angemessener Weise auf die Bereitstellung von Mitteln vom DFJW hinzuweisen.